Nachhaltiger Konsum

Das MPC trägt zur Entwicklung eines für den nachhaltigen Konsum förderlichen Rahmens bei.

Als politischer Akteur agiert es auf Ebene der Staatsführung und konzentriert seinen Bemühungen darauf, einen Verbraucher mit vielfältigen Facetten dabei zu unterstützen, einen neuen Lebensstil zu entwickeln, bei dem nachhaltiger Konsum die naheliegende Entscheidung ist.

Das MPC befasst sich mit 3 Bereichen: nachhaltige Ernährung, Reparatur von Gebrauchsgütern im Sinne der Kreislaufwirtschaft und Förderung einer nachhaltigeren Mode.

Zur Stärkung der Verbraucherinteressen wird das MPC verschiedene Maßnahmen ergreifen:

  • Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Organisationen, die im Bereich des nachhaltigen Konsums tätig sind
  • Klärung der Rechtslage, insbesondere im Hinblick auf die Gewährleistung für reparierte Gegenstände und die Haftung des Reparateurs
  • Diskussion über einen stark reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Reparatur von Gegenständen
  • Unterstützung für innovative nationale Reparaturprojekte
  • Förderung des Reparaturgewerbes
  • Unterstützung von Projekten für nachhaltigere Mode
  • Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung bei der Einführung eines Lebensmittelrates bzw. einer Lebensmittelpolitik

Eine Lebensmittelpolitik für Luxemburg – Auf dem Weg zu einem nachhaltigen nationalen Ernährungssystem

In der Kommunikation der Europäischen Kommission "Farm to Fork - vom Hof auf den Teller" werden die Zusammenhänge zwischen Mensch, Gesellschaft und gesunder Natur hervorgehoben. Sie bietet einen Maßnahmenkatalog für die gesamte Nahrungsmittelkette, um so ein nachhaltigeres Ernährungssystem zu schaffen.

In der UN-Agenda 2030 spielt das Thema nachhaltige Ernährung eine wesentliche Rolle und wird in mehreren Nachhaltigkeitszielen angestrebt.

Soziale und wirtschaftliche Erwägungen, die Stärkung der Position der Landwirte in der Wertschöpfungskette, ein neues Bewusstsein in Bezug auf den Tierschutz, der Schutz der Artenvielfalt und die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben deutlich gemacht, wie wichtig eine gut funktionierende und breit gefächerte regionale Produktion ist.

Die nationalen Rechtsvorschriften und Zuständigkeiten in den Bereichen Lebensmittelproduktion, -verarbeitung und -verbrauch fallen in den Aufgabenbereich unterschiedlicher Ministerien. Obwohl die Ziele potentiell komplementär sind, werden sie oft unterschiedlich ausgelegt. Dabei werden nur selten die möglichen Wechselwirkungen berücksichtigt und Synergieeffekte bleiben ungenutzt.

Aus diesem Grund haben das MPC und das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung und Koordinierung der Lebensmittelpolitik ausgearbeitet.

Ziel ist es, die Kohärenz zwischen den verschiedenen nationalen Politiken und Strategien, die den Bereich Ernährung betreffen, zum Nutzen der Verbraucher, Erzeuger und Verarbeiter sicherzustellen sowie ebenfalls die Anschauungen der vielfältigen Akteure des Lebensmittelsystems zu berücksichtigen.

Nachhaltige Mode – die Verbraucher in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen

Das MPC hat sich zum Ziel gesetzt, den Verbrauchern die Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um sachkundige Entscheidungen treffen zu können.

Deshalb ist das Ministerium bestrebt, größere Transparenz in diesem Bereich zu schaffen, welcher gekennzeichnet ist durch tiefgreifende wechselseitige Abhängigkeiten, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind.

Die Verbraucher treffen selbstbestimmte Entscheidungen. Das MPC möchte sie in die Lage versetzen, sich der Komplexität ihrer Konsumentscheidungen und der sich daraus ergebenden Konsequenzen bewusst zu werden.

2021 unterstützt das MPC die Caritas bei der Realisierung einer Ausstellung im Rahmen der Kampagne « Rethink your clothes ». In dieser Ausstellung wird der gesamte Werdegang und Lebenszyklus der Textilien erklärt. Darüber hinaus unterstützt das MPC die Zusammenstellung der notwendigen Daten, die als Grundlage für dieses Projekt dienen.

Nutri-Score - Einführung von ergänzenden Ausdrucksformen von Energiewert und Nährstoffmengen

Seit Ende 2016 ist die Nährwertdeklaration auf sämtlichen vorverpackten Lebensmitteln auf europäischer Ebene geregelt. Für den Verbraucher ist ihre Auslegung nach wie vor komplex und sie wird daher nur sehr selten zu Rate gezogen.

Im Jahr 2017 entwickelte und implementierte Frankreich das Nutri-Score-System, das immer häufiger auch auf Produkten erscheint, die in Luxemburg verkauft werden.

Um den luxemburgischen Produzenten und Händlern die Verwendung des Nutri-Score-Logos zu ermöglichen und den Verbrauchern eine größere Transparenz bei der Nährwertkennzeichnung auch für in Luxemburg in Verkehr gebrachte Produkte zu bieten, hat das MPC eine großherzogliche Verordnung ausgearbeitet, die es luxemburgischen Unternehmen ermöglicht, dieses System zu nutzen. Die Anwendung des Systems erfolgt auf freiwilliger Basis.

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